Fachärztliche Weiterbildung Chirurgie

Weiterbildungsermächtigung

Die Abteilung Chirurgie ist für 24 Monate zur Basisweiterbildung Chirurgie und
für 24 Monate zur Weiterbildung Allgemeine Chirurgie ermächtigt.
Verantwortlich und Ansprechpartner für Ihre Weiterbildung ist Chefarzt Dr. med. Jörg Siebert.

Weiterbildungskonzept

Das eigene Weiterbildungscurriculum gliedert die Weiterbildungszeit in Abschnitte, in denen festgelegte Kompetenzen erlernt werden sollen. Hierzu gibt es intensive praktische und theoretische Anleitungen. Es steht ein Abteilungshandbuch mit Abteilungsleitlinien und Verfahrensanweisungen zur Verfügung.

Abteilungsorganisation

Es besteht ein fester "Stundenplan" der Abteilung, der allen ärztlichen Mitarbeitern tagesabhängig Aufgaben und Verantwortlichkeiten zuweist. Hierin enthalten sind beispielsweise eine morgendliche 30-minütige Röntgen- und Fallbesprechung, eine morgendliche und nachmittägliche Facharztvisite auf der Station, Sprechstunden der Fachärzte für ambulante Patienten und für Angehörigengespräche und Zeitkorridore für selektive stationäre Aufnahmen.
Die tägliche Arbeitszeit geht von 7:30 bis 16:00 Uhr. Ein Schichtdienst existiert nicht.

Curriculum

Das Curriculum gibt eine Übersicht über die zu erlernenden Kompetenzen in Abhängigkeit von der Dauer der ärztlichen Tätigkeit. Ersichtlich ist darüber hinaus jeweils die Methode, die der Kompetenzvermittlung dient.
Über einen Zeitraum von 6 Monaten wird jeder Kollege der Intensivstation als Stationsarzt zugeordnet, um hier intensivmedizinische Inhalte und Fähikgeiten zu erlernen. Die Intensivstation ist interdisziplinär und wird durch Dr. med Jürgen Dirks geleitet.

Curriculum Allgemeinchirurgie am St. Marien-Hospital Lüdinghausen

Weiterbildungsmonate 1 - 6

Kompetenz

Methode

Erstversorgung und Weiterbehandlung kleinerer Wunden und Verletzungen

Anleitung in der chirurgischen Ambulanz

Während der ersten drei Arbeitswochen Einsatz in der chirurgischen Ambulanz

Verantwortlich: Ambulanzarzt

Erstbehandlung und Weiterbehandlung einfacher Frakturen

Anleitung in der chirurgischen Ambulanz

Während der ersten drei Arbeitswochen Einsatz in der chirurgischen Ambulanz

Verantwortlich Ambulanzarzt

Visiten stationärer Patienten

In den ersten 4 Wochen begleitend, dann selbstständig.
Rücksprachen mit dem verantwortlichen Facharzt,
in der Regel der Operateur

Grundschulung der SFS für Assistenzärzte (135’)

Erarbeitung von Behandlungskonzepten in Absprache mit CA

Erlernen von Arbeitsweisen und Abläufen der Abteilung

Einweisung in der ersten Arbeitswoche

Ständig tätigkeitsbegleitend

Erlernen der Arztbriefschreibung

Mappe Musterarztbriefe und schriftliche Ausarbeitung

Grundschulung für Assistenzärzte der SFS

Grundlagen Recht:
Dokumentation und Aufklärung, Haftungsrecht

Grundschulung SFS (225’)

Erlernen der Dokumentation und des Umganges mit dem KISS

DRG-Dokumentation

Doku der BQS

Teilnahme an DRG-Training

Grundschulung der SFS für Assistenzärzte

Einarbeitung durch Medizin-Controller und Codierer der Abteilung

Teilnahme an Strahlenschutzkursen

Strahlenschutzkurse verschiedener Einrichtungen

Befundung von Röntgenbildern in der
morgendlichen Röntgenbesprechung

Täglich 7.45-8.15 Uhr im Rahmen der gemeinsamen Röntgenbefundung am Monitor

Differentialindikation der medikamentösen
Thromboseprophylaxe

Schriftliche Ausarbeitung hierzu im Handbuch

Indikation und Durchführung von Impfungen
im Rahmen der Wundversorgungen

Schriftliche Ausarbeitung im Handbuch hierzu auf Grundlage
der Leitlinien Robert-Koch-Institut

Indikation und Handhabung von Blut- und Blutprodukten

Unterweisung durch Transfusionsbeauftragten

Jährliche hausinterne Fortbildungsveranstaltung

Grundschulung Assistenzärzte SFS

Weiterbildungsmonate 6 - 12

Kompetenz

Methode

Teilnahme  am Bereitschaftsdienst unter strenger Supervision

Facharzt verbleibt im Haus bis ca. 19.00 Uhr

Facharzt Visite sofort nach Aufnahme:
Abdominelle Schmerzen, Schädel-Hirn-Trauma, Frakturen

Selbstständige Übernahmen von Aufklärungsgesprächen
mit standardisierten Bögen

Perimed – Aufklärungsbögen

Kontrolle der Aufklärung durch operierenden Facharzt

Erlernen des berufsgenossenschaftlichen Heilverfahrens

Einweisung in übliche Formulare, D13, Zwischenbericht

Erste Assistenz bei Eingriffen mittlerer Schwierigkeitsstufe

Arthroskopie Schulter

Arthroskopie Knie

Cholezystektomie

Appendektomie

Schilddrüsenresektionen

Hämorrhoidektomien

 

Erlernen und Indikationsstellung physiotherapeutischer
Behandlungsmöglichkeiten

Erlernen und Indikationsstellung zu sozialmedizinischen Maßnahmen

Anschlussheilbehandlung

Einleitung ambulanter Hilfsmaßnahmen

Zusammenarbeit mit der Sozialarbeiterin

Durchführung von Transfusionen

Arbeitsanweisung im Handbuch

Übernahme von Operationsschritten unter Supervision

Erlernen und Anwenden des Wundmanagementkonzeptes

Wundmanagement laut Klinikhandbuch (Projekt!)

Teilnahme an der Wundsprechstunde

Weiterbildungsmonate 13 - 18

Kompetenz

Methode

Durchführung kleinere Eingriffe unter Facharztassistenz

Metallentfernungen

Appendektomien

Varizenexhairesen

Lymphknotenentfernungen

Periproktische Abszessspaltungen

Portimplantationen

Erlernen sonographischer Untersuchungen

Abdomen

Harnwege

Pleuraraum

Schultergelenk

Kniegelenk

Oberflächliches Venensystem

Dopplersonographie des arteriellen Systems

Teilnahme an Sonographiekursen (DEGUM)

Begleitend im täglichen Betrieb

Indikationsstellung weiterführender diagnostischer Maßnahmen

MRT schulter

MRT-Knie

CT-Schädel

CT-Abdomen

CT-Wirbelsäule

Angiographie Becken-Bein

Diskussion in der täglichen Röntgenbesprechung
Teilnahme an der wöchentlichen CT-Besprechung und
Diskussion mit Dr. Brauckhoff, Vestische Kliniken Datteln

Indikationsstellung der Physiotherapie

Absprachen mit OÄ / CA

Durchführung einfacher Gutachten für private Versicherungen

Anleitung und Supervision durch CA

Einsichtnahme in „Kursbuch der Ärztlichen Begutachtung“

Weiterbildungsmonate von 18 - 24

Kompetenz

Methode

Legen von Pleuradrainagen

Selbstständige Indikationsstellung
und Überwachung der Physiotherapie

Diskussion und Therapieplanung mit Physiotherapeuten

Intubationen im Rahmen der Anästhesieeinleitung

Legen von zentralen Venenkathetern

Anleitung durch FÄ der Anästhesieabteilung im
Rahmen der Einleitungen

Repositionen einfacher Frakturen,
Anlage von Gipsverbänden und Einleitung der Weiterbehandlung

Durchführung mittlerer Eingriffe unter Facharztassistenz

Kniegelenksarthroskopien

Cholezystektomien

Herniotomien

Schrittmacherimplantationen

Laparoskopien

Laparoskopische Appendektomien

Erste Assistenz bei Eingriffen höherer Schwierigkeitsstufe

Darmresektionen

Magenresektionen

Carotisthrombendarteriektomien

Periphere Bypassanlagen

Hüftgelenksimplantationen

Kniegelenksimplantationen

Selbstständiges Patientenmanagement von
Aufnahme bis zur Entlassung an ausgewählten
Patienten und berichtend an den zuständigen Facharzt

Beispielhafte Behandlungspfade
(Hüft-TEP, Knie-TEP)

Erlernen von Indikationen zu weiterführender Diagnostik
und Therapie in der Gefäßchirurgie

Teilnahme an der Chefarztsprechstunde

Weiterbildungsmonate 24 - 36

Kompetenz

Methode

Durchführung mittlerer Eingriffe unter Facharztassistenz

Kniegelenksarthroskopien
Cholezystektomien

Herniotomien

Schrittmacherimplantationen

Knöchelbrüche

Teilnahmen am AO-Kurs wird angeraten (Fortbildungsbudget !)

Teilnahme  am Bereitschaftsdienst unter selbstständiger
Berichterstattung und Fallbesprechung

Repositionen komplexer Frakturen,
Anlage von Gipsverbänden und
Einleitung der Weiterbehandlung

Unter Supervision durch Facharzt

Durchführung von Gutachten für die gesetzliche Unfallversicherung

In Absprache mit einem Facharzt

Eigenständige Durchführung sonographischer Untersuchungen

Abdomen

Harnwege

Pleuraraum

Schultergelenk

Kniegelenk

Oberflächliches Venensystem

Dopplersonographie des
arteriellen Systems

Weiterbildungsmonate 36 - 48

Kompetenz

Methode

Übernahme von Operationsschritten
bei Eingriffen höherer Schwierigkeitsstufe

                                                                

Auswertung der Befunde weiterführender
diagnostischer Maßnahmen und Festlegung
eines Behandlungplanes
in Absprache
mit CA/OA

MRT schulter

MRT-Knie

CT-Schädel

CT-Abdomen

CT-Wirbelsäule

Angiographie Becken-Bein

Durchführung mittlerer Eingriffe
unter Facharztassistenz

Kniegelenksarthroskopien

Cholezystektomien

Herniotomien

Schrittmacherimplantationen

Dünndarmresektionen

Leistenhernien