Aus-/Weiterbildung Geriatrie

Dr. Ullmann

  • Innere Medizin Basisweiterbildung gemäß WBO2005  -  36 Monate
  • Innere Medizin Facharztkompetenz gemäß WBO2005  -  12 Monate
  • Geriatrie Zusatz-Weiterbildung gemäß WBO2005  -  18 Monate

Zusatz-Weiterbildung Geriatrie
am St. Marien-Hospital Lüdinghausen

Im Rahmen der Zusatz-Weiterbildung Geriatrie werden Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Symptomatologie und funktionellen Bedeutung von Altersveränderungen sowie Erkrankungen und Behinderungen des höheren Lebensalters, geriatrische diagnostische Verfahren zur Erfassung organbezogener und übergreifender motorischer, emotionaler und kognitiver Funktionseinschränkungen vermittelt. Die Weiterzubildenden erlernen Maßnahmen zur Vorbeugung und zur Erkennung, sowie Stadieneinteilung, Indikationsstellung und prognostische Einschätzung konservativer und invasiver Therapiemaßnahmen geriatrischer Syndrome, einschließlich Indikationsstellung sowie ggf. Durchführung interventioneller Therapieformen. Des Weiteren werden geriatrische Therapien von körperlichen  und seelischen Erkrankungen einschließlich der Erstellung interdisziplinärer Therapiepläne und deren Verlaufskontrolle vermittelt.

Durchgehend während der Ausbildung werden sämtliche neu aufgenommenen Patienten innerhalb 24 Stunden (fast immer am Aufnahmetag) fachärztlich besprochen. Fachärztliche Visiten erfolgen 2 mal wöchentlich (zumeist 1 mal Chefarzt, 1 mal Oberarzt). Während der ersten 12 Monate wird der Weiterzubildende des Weiteren aktiv täglich durch den Facharzt auf Station aufgesucht und Patientenverläufe besprochen.

 

Für folgende in unserer Klinik entscheidende geriatrische Erkrankungen und Symptome bestehen Arbeitsanweisungen bzw. hausinterne Fortbildungen, die strukturierte Diagnostik und Therapie enthalten:

 

Delir, hausinterne Fortbildung auch  im Intranet

Demenz, hausinterne Fortbildung auch  im Intranet

Schmerztherapie, hausinterne Fortbildung auch im Intranet

Arbeitsanweisung protrahierte Mobilisation/Immobilität

Arbeitsanweisung Hemiplegiesyndrom

Arbeitsanweisung Inkontinenz

Arbeitsanweisung Dekubitus

Arbeitsanweisung Sturz

 

Für folgende in unserer Klinik bestehende Kernprozesse bestehen Handlungsabläufe:

-Interdisziplinäre Teamsitzung

-Entlassmanagement

-Organisation und Ablauf geriatrisches Assessment, Therapieanordnung, Therapiedokumentation und Entlassungsplanung (Schnittstelle Entlassmanagement) über Software (GERDA/ Geriatrische Datenbank)

Curriculum Geriatrie

Kompetenz

Monate

Einführung und Durchführung der im Hause durchgeführten regelhaften geriatrischen Assessments (Barthel, Braden, Tinetti, TUG, Mini Mental, GDS, soziales Assessment)

1

Erlernen weiterer Testungen der Hirnleistungsfähigkeit und der emotionalen Befindlichkeit

2 - 18

Einführung in die speziellen pharmakodynamischen Besonderheiten und der Dosierung von Arzneimitteln, Medikamenteninteraktionen bei Mehrfachverordnungen unter besonderer Berücksichtigung von Compliance und der Medikamentenhandhabung im höheren Lebensalter; (fachärztliche Besprechung jeder Neuaufnahme, wöchentliche Kurvenvisite)

1 - 12

Vertiefung

13 - 18

Einführung in die Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie durch die Therapeutengruppen, einschließlich prothetischer Maßnahmen (Sanitätshaus) und Hilfsmittel

1

Einführung  in die indikationsgerechte Therapieverordnung

1 - 3

Erstellung und ggf. Modifikation von Therapieplänen unter fachärztlicher Aufsicht

4 - 18

Einführung in die altersentsprechende Ernährung und Diätetik (u. a. mit Diabetesberaterin und Ernährungsberatung), insbesondere Mangelernährung und altersentsprechende Diabeteseinstellung,

1 - 3

Vertiefung

4 - 18

Teilnahme bei Anleitung des interdisziplinären Teams

1 - 6

Anleitung unter fachärztlicher Aufsicht (in wöchentlicher Teambesprechung)

7 - 18

Hygiene, hausinterne Fortbildung durch Hygienefachkraft, Arbeitsanweisung Intranet, besondere Berücksichtigung: MRSA, Noro-Virus, Clostridien

1 - 3

Einführung in Reintegrationsmaßnahmen und Nutzung externer Hilfen und sozialer Einrichtungen zur Wiedereingliederung (u. a. mit Sozialarbeiter und Seelsorger)

1 - 6

Vertiefung, Einleitung und Durchführung entsprechender Maßnahmen

7 - 18

Akutgeriatrie

1 - 12

Mitbetreuung Tagesklinik

Geriatrische Rehabilitation; in diesem Rahmen Erlernen und Durchführeng der speziellen Akutgeriatrie und (Früh-)Rehabilitation einschl. Vernetzung zu den niedergelassenen Kollegen, qualifizierte Überleitung und ambulante Versorgungsangebote 

13 - 18

Durchführung geriatrischer Konsile einschließlich Screening (n. Lachs), geriatrischen Assessments (Barthel, Mini Mental, Tinetti, GDS, soziales Assessment) und Festlegung eines vorläufigen Therapieziels unter fachärztlicher Aufsicht

13 - 18

Diagnostik und Therapie einschließlich geriatrischem Assessment bei Patienten mit Tumorerkrankungen und nicht malignen Begleiterkrankungen

13 - 18

Zustazweiterbildung Geriatrie Chronologische Abfolge

Kompetenz

Monate

Einführung geriatrisches Assessment

Einführung in Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, prothetische Maßnahmen, Hilfsmittel

1

Einführung indikationsgerechte Therapieverordnung

Einführung Ernährung und Diätetik

Hygiene

Dokumentation GERDA (Handlungsablauf)

2 - 18

(Arbeitsanweisung)

Sturz (Arbeitsanweisung Demenz (hausinterne Fortbildung/Intranet)

Delir (hausinterne Fortbildung/Intranet)

Hemiplegiesyndrom)

Interdisziplinäre Teamsitzung (Handlungsablauf)

Entlassmanagement (Handlungsablauf)

Reintegrationsmaßnahmen

1 - 12

Akutgeriatrie ab Monat 7 mit Tagesklinik

Pharmakotherapie Einführung

1 - 6

Vertiefung geriatrisches AssessmentDurchführung von 2 hausinternen Fortbildungen

2 - 18

Vertiefung: Therapieverordnungen, Therapieverläufe

Vertiefung: Ernährung und Diätetik

4 - 12

Schmerztherapie (hausinterne Fortbildung/Intranet)

Protrahierte Mobilisation/Immobilität (Arbeitsanweisung)

Dekubitus (Arbeitsanweisung)

Inkontinenz (Arbeitsanweisung)

7 - 12

Vertiefung: Anleitung interdisziplinäres Team

Vertiefung: Reintegrationsmaßnahmen

7 - 18

Weitere Vertiefung der oben aufgeführten Kenntnisse und Fähigkeiten

Vertiefung: Pharmakotherapie

Geriatrische Konsile

Tumorerkrankungen

13 - 18

Angegeben ist der jeweilige Monat, zu dem die Fähigkeiten/Kenntnisse spätestens erreicht sein sollten. Jeweils soll zur Bescheinigung ein kurzes Testat erfolgen (z.B. in der Visite oder in einem fachlichen Gespräch). Der Termin des Testates wird durch den Weiterzubildenden angefragt, wenn er sich hinsichtlich des Inhalts sicher fühlt. Alle 2-3 Wochen sollte somit durchschnittlich ein entsprechendes Testat stattfinden.

Dr. med. Marcus Ullmann
Chefarzt Zentrum für Akutgeriatrie und Geriatrische Rehabilitation