Dienstag, 11.01.2022

Herzstück ZNA – Lüdinghauser für Lüdinghausen

Zentrale Notaufnahme im St. Marien-Hospital wünscht sich Verstärkung.

Dr. Friederike Haermeyer, Leitende Ärztin der ZNA, mit einem Ultraschallgerät (rechts), das mit künstlicher Intelligenz arbeitet und den Bedingungen der ZNA an Fahrbarkeit und Raumbedarf bestens angepasst ist. Auf der linken Seite einer der mobilen Monitore zur fortlaufenden Patientenüberwachung.

Der Zentralen Notaufnahme (ZNA) kommt eine besondere Bedeutung zu: Ist sie doch zumeist Erstkontakt zum Patienten und damit auch das Aushängeschild des Krankenhauses. Im St. Marien-Hospital Lüdinghausen wurde die ZNA in den letzten zwei Jahren gründlich umstrukturiert. „Wir haben hier neben der Umstrukturierung vieler Prozesse auch medizintechnisch sehr stark aufgestockt“, erklärt die Leitende Ärztin der Notaufnahme, Dr. Friederike Haermeyer. „Dazu gehört auch eine kontinuierliche Fort- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter, sowie die Trennung von elektiver (geplanter) und akuter (notfallmäßiger) Versorgung im Haus. Dies hat natürlich auch Einfluss auf die Abläufe aller Abteilungen“, führt sie weiter aus. Als regionalversorgendes Krankenhaus sind die Mitarbeitenden der Zentralen Notaufnahme in Lüdinghausen 24 Stunden an sieben Tagen im Einsatz. „Unsere Kolleginnen und Kollegen kommen überwiegend aus dem nahen Umland und man kann tatsächlich über unser Team sagen, dass Lüdinghauser für Lüdinghausen im Einsatz sind“, findet die Medizinerin. „Unser Ziel für die nahe Zukunft ist, ein größeres Kernteam auch für den ärztlichen Sektor - mit Hauptaugenmerk auf die Akut- und Notfallmedizin - aufzubauen“. Für die zweite Jahreshälfte 2021 ist eine Verdopplung der Fallzahlen in der ZNA im St. Marien-Hospital Lüdinghausen zu beobachten: „Dies lässt sich zum einen vermutlich über das angepasste Freizeitverhalten der Bürger im Zuge der Corona-Lockerungen erklären, zum anderen gehen wir davon aus, dass sich wieder mehr Menschen mit akuten Erkrankungen und Verletzungen in die Krankenhäuser trauen. Eine Entwicklung, die wir ausdrücklich begrüßen. Wir freuen uns dabei sehr über das wachsende Vertrauen gerade in unsere pflegerische und medizinische Arbeit“, so Dr. Haermeyer. „Bei zunehmenden Fallzahlen können wir allerdings dringend fachliche Unterstützung gebrauchen“. Zu den Prozessen erläutert sie weiter, dass es manchmal in der Notaufnahme für den Patienten eine längere Wartezeit gibt, was unter anderem an der Dringlichkeitseinschätzung liegen kann: „In unserer Zentralen Notaufnahme werden Patienten nach der Reihenfolge ihrer Behandlungsdringlichkeit eingeteilt und nicht nach dem Zeitpunkt ihres Eintreffens“, erklärt Dr. Haermeyer. Ein akuter Herzinfarkt wird demnach vor dem Patienten mit den schon länger bestehenden Knieschmerzen behandelt. Das kann dann der Grund dafür sein, weshalb ein später eingetroffener Patient zuerst behandelt wird. „Uns ist bewusst, dass die Patienten aus einer Notlage heraus und daher sorgenvoll zu uns in die ZNA kommen. Eine schwerwiegendere Erkrankung oder Verletzung zieht eine Reihe an Untersuchungen und Entscheidungsprozessen nach sich. Hier bemühen wir uns immer, Patienten und Angehörige bestmöglich miteinzubeziehen und die Prozeduren so erträglich und zügig wie möglich zu gestalten. Manchmal geht es auch ganz schnell und tut gar nicht so sehr weh“. Über personellen Zuwachs von Gesundheits-und Krankenpflegern mit Spaß an der Erstversorgung der Patienten in der Interdisziplinären Notaufnahme und dem Wunsch nach enger Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Dienst im Rahmen der Patientenversorgung würde sich das derzeitige ZNA-Team freuen. Zudem wird ein Facharzt oder eine Fachärztin für Innere Medizin als Oberarzt und stellvertretende ärztliche Leitung zur Verstärkung für die Zentrale Notaufnahme im St. Marien-Hospital Lüdinghausen gesucht.

Das St. Marien-Hospital Lüdinghausen (SML) ist ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit den Fachabteilungen Anästhesie, Intensivmedizin, Chirurgie, Innere Medizin und dem Zentrum für Akutgeriatrie und der geriatrischen Rehabilitation. Den Patienten stehen 164 stationäre und teilstationäre Betten und sowie eine angeschlossene Klinik für Geriatrische Reha mit 30 Plätzen zur Verfügung. Derzeit sind im SML rund 450 Mitarbeitende beschäftigt. Damit ist das Hospital einer der größten Arbeitgeber der Stadt Lüdinghausen.