Mittwoch, 22.04.2026

Medizinische Hilfe aus Lüdinghausen erreicht Westafrika

Sachspenden mehr als 4500 km unterwegs für Einrichtungen vor Ort

Dr. Jan Esters (re.) bereitet gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Karsten Scholz eine Hilfslieferung bestehend aus medizinischen Produkten wie Verbandsmaterial oder einfachen Medikamenten vor. 

Kenny Ndibe aus Nigeria hat den Transporter mit ausrangierter Dienstkleidung und Masken aus dem St. Marien-Hospital beladen (rechts: Ulrike Schulze-Borgmühl vom St. Marien-Hospital).

In einer Zeit, in der Worte oft lauter sind als Taten, zeigt das St. Marien-Hospital Lüdinghausen, was Verantwortung bedeutet: handeln statt nur Haltung zeigen. Mit Spenden nach Nigeria und Gambia beweist das Krankenhaus, dass Mitmenschlichkeit nicht bei guten Vorsätzen endet, sondern dort beginnt, wo Hilfe wirklich ankommt. In der vergangenen Woche wurden gleich zwei Transporte mit medizinischen Hilfsgütern vorbereitet und auf die Reise an die 4500 km entfernte westafrikanische Küste in zwei Zielorte geschickt.

Mit einer umfangreichen Sachspende, bestehend aus mehr als 350 ausrangierten, aber gut erhaltene Kasacks, dutzenden Hosen und Oberteilen der Dienstkleidung sowie rund 1000 medizinischen Masken in insgesamt neun Kartons, unterstützt das St. Marien-Hospital Kenny Ndibe. Der Lüdinghauser Unternehmer verschifft regelmäßig Hilfslieferungen in die nigerianische Stadt Lagos, wo sie in lokalen Gesundheitseinrichtungen dringend benötigt werden.

Die zweite Spendenlieferung wurde vom Chefarzt der Abteilung Plastische und Ästhetische Chirurgie im St. Marien-Hospital, Dr. Jan Esters, gemeinsam mit seinem Freund und Vorstand vom deutschen Verein Themba Labantu, Karsten Scholz, für den Transport nach Gambia vorbereitet. Unterstützt vom MedicalOrder Center in Ahlen und damit durch die Franziskus Stiftung konnte eine beachtliche Menge an gefüllten Kartons für den Transport zur afrikanischen Einrichtung Kora Heritage Health and Culture Centre zusammengestellt werden. Diese setzt sich für eine bessere medizinische Versorgung und kulturelle Bildung vor Ort ein und befindet sich in dem kleinen gambischen Dorf Medina Kanuma. Ziel des dortigen Projekts ist der Aufbau einer medizinischer Grundversorgung, insbesondere einer Zahnarztpraxis, einer Apotheke sowie Programme zur Gesundheitsaufklärung.

„Diese Spendenaktionen zeigen, wie wertvoll nachhaltige Nutzung und internationale Zusammenarbeit sein können, um die Gesundheitsversorgung in strukturschwachen Regionen in Westafrika zu stärken“, sagt Johannes Simon im Namen aller Direktoriumsmitglieder der Klinik in Lüdinghausen.